Bericht von den Triathlon World Championships 2007 in Hamburg
Um noch ein bischen die Stadt Hamburg kennen zu lernen und die einzelnen Strecken zu besichtigen
haben wir (meine Familie und ich) uns schon am Donnerstag auf den Weg in den hohen Norden
gemacht. Als wir Nachmittags unser Hotel bezogen fing es auch schon an wie aus Eimern zu Regnen.
Wir wohnten direkt an der Alster und hatten nicht weit in die City und zum Startbereich..
Am Donnerstag Abend hatten die Athleten noch mal die Möglichkeit zum Schwimmtraining in der
Alster was ich natürlich auch wahrgenommen hatte. Hatte man auch die Möglichkeit vielleicht
Dem ein oder andern Profi über den weg zu laufen. Es Regnete immer noch in Strömen und
Die Wassertemperatur ging stetig nach unten. Nach ca. 25 min Training hatte ich dann genug,
Trainingseffekt war der das ich wusste das es Schweinekalt in dem See ist und die Sicht unter
Wasser gleich null war. Habe dann auch beschlossen am Raceday auf alle Fälle mit 2 Bademützen
Zum Schwimmen gehen werde. Bin dann mit Neoprenanzug zurück ins Hotel gelaufen. Die Idee
Hatten auch noch andere und man viel überhaupt nicht auf. War sowieso Ausnahmezustand rund
Um die Alster. Wo man hinschaute, überall Triathleten aus aller Herrenländer.
Bei uns im Hotel wohnte die Nationalmanschaft aus Belgien,Australien und Frankreich.
Da hatte man schon beim hinschauen beim Frühstück schon die Hose voll. J
Hatten uns dann am Samstag die Rennen von den Frauen und den Junioren angeschaut.
Taten uns richtig leid weil das Wetter immer Schlechter und der Wind immer stärker wurde.
Hatten bis dahin schon 3 Schirme geschrottet. Bin am Samstag noch mal ein paar Steigerungen
an der Alster gelaufen und die Spannung wurde immer stärker. Jede menge Fragen gingen mir im
Herum. Genug Traininert? Material stimmt? Ernährung passt? Hatte zwar schon für mich selbst gute
Ergebnisse in diesem Jahr gehabt, aber hier starte ich mit den besten Triathleten der Welt!
Meine Fresse bin ich aufgeregt. Da muss ich jetzt durch. Nach eine eigentlich guten Nacht
Sind wir dann gegen 5.00 Uhr raus und ich nahm noch ein kleines Frühstück in Form von Weissbrot
Marmelade und einer Tasse Kaffee zu mir. Dann ging es Richtung Startbereich und da war schon die
Hölle los. Knapp 3000 Triathleten wollen noch mal in die Wechselzone und die Räder checken.
Dann durfte meine Startgruppe endlich in den Startbereich. De Start wurde um 10 Minuten nach
Hinten verschoben. Jetzt konnten wir kurz vor dem Start noch mal kurz zum einschwimmen in die
Alster, die mit 16 Grad ungemütlich kalt war. Dachte mir,nix wie raus hier und rauf aufs Rad.
Dann Starthupe! Alles nach vorne!! Dann HALT!!! Alle zurück! War nicht unsere Starthupe, sondern
Die von dem Tourischiff! Ok, noch mal. Dann wieder Fehlstart. Beim dritten anlauf ging es endlich
Los. 750m raus durch die Lombardsbrücke in die Aussenalster und retour in die Binnenalster wo
Am Rathausplatz nach 1500m Keulerei der Schwimmausstieg war. Rauss aus dem Wasser und ab in
die grösste Wechselzone der Welt! Knapp 800m lang und 4 reihen Räder. Wer da die Übersicht
Verliert hat schon “verloren”. Rad suchen und ab auf die Radstrecke. 2 Runden wahren zu fahren
A 20 Kilometer. An der Reeperbahn und Hafen vorbei , mann ist das geil! Nach 1std. und 3min.
Fuhr ich wieder in die Wechselzone ein. Meinen Platz suchen , Rad wegstellen, Laufschuhe an
Helm absetzen und weg!! Vielleicht noch ein paar Plätze gutmachen. Auf jeden Fall VOLLGAS!
Laufen was noch geht. Konnte am Anfang noch 15 bis 20 Athleten überholen, mit dabei Amis,
Franzosen, Chinesen, war schon ein geiles gefühl.Mit einer Laufzeit von 35:39min war ich
mehr wie zufrieden und konnte dann stolz nach 2:10:49std im Trikot der DTU ins Ziel laufen.
Danach ging es dann gleich ins Hotel zum Duschen ,das wir dann gleich unsere Jungs ,die Profis
Anfeuern konnten. Hatten auch einen Superplatz in er Wechselzone bekommen wo wir mitten
Im geschehen waren. Nach ca. 3 Std warten ging es los! Das Schimmen um die Bojen wurde im
Stehen und Faustschwimmen absolviert, Keulerei und hauen ohne Ende! Unsere Jungs kommen gut
aus dem Wasser. Ab aufs Rad, alles ist noch drin. Das ganze Feld eng beisammen, das wird
Ein Krimi! Der Rathausplatz kocht! Die Spitzengruppe kommt zum Wechsel. Unger, Frodeno,
Päetzold alle sind dabei! Nach 9,5 km unglaublich, Unger setzt sich von dem Spanier Gomez
ab und wird Weltmeister!!